FT4 (freies Thyroxin) und Blutzucker sind über den thyreoidalen Stoffwechsel eng verbunden. Schilddrüsenhormone steigern die Gluconeogenese in der Leber, fördern die Glykogenolyse und erhöhen die Insulinresistenz – ein hohes FT4 (Hyperthyreose) kann daher den Nüchternblutzucker und postprandiale Glukosewerte anheben. Umgekehrt senkt eine niedrige FT4-Konzentration (Hypothyreose) den Grundumsatz und kann zu einer leichten Hypoglykämie-Neigung führen. Die Evidenz stammt aus klinischen Beobachtungen und endokrinologischen Lehrbüchern, nicht aus randomisierten Studien zu dieser spezifischen Assoziation. Bei MyBody-X-Tests werden FT4 und Blutzucker als separate Biomarker gemessen; ein direkter kausaler Zusammenhang lässt sich aus einem einzelnen Messwert jedoch nicht ableiten. Schwankungen durch Tageszeit, Nahrungsaufnahme und Stress sind groß. Für eine metabolische Optimierung oder bei Auffälligkeiten ist eine ärztliche Abklärung mit wiederholten Messungen und ggf. einem oralen Glukosetoleranztest sinnvoll. Die Datenlage ist moderat, aber klinisch etabliert.
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