Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das als Bestandteil von Selenoproteinen wichtige antioxidative und immunologische Funktionen erfüllt. Die Hauptquellen sind: Paranüsse (bereits eine Nuss deckt den Tagesbedarf), Thunfisch, Sardinen, Eier, Fleisch (vor allem Leber und Niere), Geflügel, Pilze (z. B. Steinpilze) und Vollkornprodukte. Der Selengehalt pflanzlicher Lebensmittel hängt stark vom Selengehalt des Bodens ab – in Europa sind die Böden oft selenarm, daher sind tierische Quellen und importierte Paranüsse zuverlässiger. Die empfohlene Tagesdosis für Erwachsene liegt bei etwa 55–70 µg. Eine Überdosierung (vor allem durch Paranüsse) kann zu Selenose führen (Haarausfall, Nagelbrüchigkeit, Übelkeit). Bei Blut- oder Gentests (z. B. auf GPX1- oder SEPP1-Varianten) kann der individuelle Bedarf abweichen. Die Evidenz basiert auf etablierten Ernährungsempfehlungen und klinischen Studien (Evidenzgrad: Praxis).
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