CRP (C-reaktives Protein) ist ein Entzündungsmarker, der im Blut gemessen wird. Erhöhte CRP-Werte können auf eine systemische Entzündung hinweisen, die mit Müdigkeit assoziiert sein kann – etwa bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen, Infektionen oder auch bei Schlafmangel. Allerdings ist CRP selbst kein Therapeutikum, sondern ein diagnostischer Hinweis. Die Frage, ob CRP bei Müdigkeit „hilft“, ist daher irreführend: Es hilft nicht direkt, aber sein Nachweis kann helfen, eine zugrundeliegende Entzündungsursache zu identifizieren. In der evidenzbasierten Medizin wird CRP als unspezifischer Marker eingesetzt; ein normaler Wert schließt eine entzündungsbedingte Müdigkeit nicht aus, und ein erhöhter Wert allein rechtfertigt keine Behandlung. Consumer-DNA-Tests, die CRP-Genvarianten (z. B. im CRP-Gen) anbieten, haben meist nur schwache Assoziationen und keine klinische Relevanz für Müdigkeit. Die Evidenz ist moderat (human-observational), aber nicht ausreichend für personalisierte Empfehlungen. Bei anhaltender Müdigkeit sollte ärztlich abgeklärt werden, ob Entzündungen, Eisenmangel, Schilddrüsenfunktion oder Schlafstörungen vorliegen. CRP-Messung kann Teil der Diagnostik sein, ersetzt aber keine umfassende Anamnese.
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