Die kurze Antwort: Nein, VKORC1 ist für die Fruchtbarkeit nicht sinnvoll. VKORC1 kodiert für ein Enzym, das Vitamin K reduziert und damit die Blutgerinnung reguliert. Bekannt ist das Gen vor allem für seine Rolle bei der Dosierung von Gerinnungshemmern wie Warfarin. Es gibt keine belastbare wissenschaftliche Evidenz, die einen direkten Zusammenhang zwischen VKORC1-Varianten und männlicher oder weiblicher Fertilität herstellt. Die wenigen Studien, die existieren, sind klein oder methodisch schwach und zeigen keine konsistenten Effekte. Ein Gentest auf VKORC1 im Rahmen eines Fertilitäts-Checks ist daher aus heutiger Sicht nicht sinnvoll. Wer seine Fruchtbarkeit verbessern möchte, sollte stattdessen auf validierte Marker wie Hormonstatus (FSH, LH, AMH, Testosteron), Spermienqualität oder Zyklusparameter achten. Die MyBody-X-Tests, die im Kontext genannt werden, sind für Lifestyle-Einblicke gedacht, nicht für medizinische Diagnosen. Eine Beratung durch einen Reproduktionsmediziner ist bei Kinderwunsch immer der bessere Weg.
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