tTG-IgA (Gewebstransglutaminase-Antikörper) ist der wichtigste serologische Marker für Zöliakie. Ein direkter kausaler Zusammenhang zwischen tTG-IgA-Spiegeln und Blutzucker existiert nicht. Allerdings besteht eine indirekte Verbindung: Unbehandelte Zöliakie führt durch Darmschädigung zu Malabsorption, was Hypoglykämien begünstigen kann. Gleichzeitig ist Zöliakie stark mit Typ-1-Diabetes assoziiert (autoimmune Koinzidenz). Bei Diabetikern kann eine unerkannte Zöliakie die Blutzuckerkontrolle verschlechtern – durch entzündliche Prozesse und wechselnde Resorption. Nach glutenfreier Diät normalisieren sich tTG-IgA-Werte oft, und die glykämische Stabilität verbessert sich. Wichtig: tTG-IgA allein sagt nichts über den Blutzucker aus; ein positiver Test erfordert eine ärztliche Abklärung (Dünndarmbiopsie). Die Evidenz stammt aus Beobachtungsstudien und klinischer Praxis, nicht aus randomisierten kontrollierten Studien. Ein MyBody-X-Test auf Zöliakie-Risiko (HLA-DQB1) zeigt nur eine genetische Veranlagung, keine Diagnose.
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