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Ist hsCRP bei stress sinnvoll?

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Ist hsCRP bei stress sinnvoll?

hsCRP (hochsensitives C-reaktives Protein) ist ein etablierter Marker für systemische Entzündungen. Chronischer Stress kann über die Aktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und des sympathischen Nervensystems Entzündungsprozesse fördern, sodass erhöhte hsCRP-Werte bei anhaltender Stressbelastung vorkommen können. Allerdings ist hsCRP kein spezifischer Stressmarker – viele andere Faktoren wie Infektionen, Rauchen, Adipositas oder Autoimmunerkrankungen beeinflussen den Wert ebenso. Eine einzelne hsCRP-Messung ohne klinischen Kontext ist daher nicht geeignet, um Stress zu diagnostizieren oder zu managen. Sinnvoller ist hsCRP als Teil eines umfassenden Gesundheits-Check-ups, der auch Cortisol, Schlafqualität und subjektives Stressempfinden berücksichtigt. Die Evidenz für den direkten Zusammenhang zwischen Stress und hsCRP ist überwiegend mechanistisch und basiert auf Beobachtungsstudien; randomisierte kontrollierte Studien zur Stressreduktion mit hsCRP als Endpunkt fehlen weitgehend. Wer seinen Stresslevel objektivieren möchte, sollte besser auf validierte Fragebögen und ggf. mehrfache Cortisolmessungen setzen. Ein erhöhter hsCRP-Wert ist jedoch ein Warnsignal, das ärztlich abgeklärt werden sollte – unabhängig von der Stressfrage.

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