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Risiken und Grenzen bei Mikrobiom Labor

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Risiken und Grenzen bei Mikrobiom Labor

Mikrobiom-Labortests (z. B. Stuhlanalysen) sind kommerziell weit verbreitet, aber ihre klinische Aussagekraft ist oft begrenzt. Hauptrisiken: (1) Fehlende Standardisierung – verschiedene Labore liefern unterschiedliche Ergebnisse für dieselbe Probe. (2) Kaum validierte Referenzbereiche – ein „gesundes“ Mikrobiom ist individuell und nicht allgemeingültig definiert. (3) Überschätzung der Kausalität – viele Assoziationen zwischen Bakterien und Krankheiten sind korrelativ, nicht kausal. (4) Mangel an randomisierten kontrollierten Studien, die einen Nutzen von auf Testergebnissen basierenden Interventionen (z. B. Probiotika, Ernährung) belegen. (5) Datenschutzrisiken – Mikrobiomdaten können persönliche Gesundheitsinformationen enthalten. Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie (DGVS) und internationale Leitlinien raten von Routine-Mikrobiomtests für Gesunde ab. Evidenz: mechanistisch, aber klinisch schwach. Caveat: Bei Verdacht auf spezifische Erkrankungen (z. B. C.‑difficile-Infektion) sind gezielte Stuhltests sinnvoll – nicht jedoch breite Panels für „Darmgesundheit“.

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