Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, das in der Nebennierenrinde produziert wird. Es reguliert den Stoffwechsel, den Blutzucker, den Blutdruck, die Immunantwort und den zirkadianen Rhythmus. Bekannt ist es vor allem als „Stresshormon“, da es bei akuter Belastung ausgeschüttet wird, um Energie bereitzustellen. Chronisch erhöhte Werte können jedoch zu Schlafstörungen, Gewichtszunahme, Immunschwäche und erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen. Die Messung erfolgt meist im Blut, Speichel oder Urin – oft im Tagesverlauf, da Cortisol einem natürlichen Rhythmus folgt (morgens hoch, abends niedrig). Direkt-zu-Verbraucher-Tests (z. B. Speicheltests) können einen groben Anhaltspunkt liefern, sind aber nicht ausreichend für eine klinische Diagnose. Faktoren wie Schlaf, Ernährung, Bewegung und psychische Belastung beeinflussen den Cortisolspiegel stark. Eine dauerhafte Abweichung sollte ärztlich abgeklärt werden, da sie auf Erkrankungen wie Cushing-Syndrom oder Nebenniereninsuffizienz hinweisen kann. Die Evidenz für den Nutzen von Heimtests ist begrenzt – sie ersetzen keine ärztliche Diagnostik.
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