Bei IgG-Tests im Kontext der Wechseljahre ist Vorsicht geboten. Viele kommerzielle IgG-Tests für Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden als ‚Anti-Aging‘ oder ‚Hormon-Booster‘ beworben, doch die wissenschaftliche Evidenz ist schwach. IgG-Antikörper gegen Nahrungsmittel zeigen meist nur eine normale Immunexposition an, keine echte Unverträglichkeit. In den Wechseljahren verändern sich Hormonspiegel (Östrogen, Progesteron), was Symptome wie Hitzewallungen, Müdigkeit oder Gewichtszunahme auslösen kann. Ein IgG-Test kann diese hormonellen Ursachen nicht erfassen. Sinnvoller sind Biomarker wie Ferritin (Eisenmangel verstärkt Erschöpfung), Vitamin D, TSH und Blutfette. Ein DNA-Test auf FTO/MC4R (siehe Kontext) hat nur geringe Effektstärken und ist für die Ernährung in den Wechseljahren nicht aussagekräftig. Fokus sollte auf Lebensstil, ausgewogener Ernährung und ärztlicher Hormonabklärung liegen. Caveat: IgG-Tests sind kein Ersatz für eine medizinische Diagnostik.
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