Vitamin K3 (Menadion) ist eine synthetische Form von Vitamin K, die nicht natürlich in Lebensmitteln vorkommt. Anders als die pflanzlichen Vitamine K1 (Phyllochinon) und K2 (Menachinon) wird K3 nicht für die humane Nahrungsergänzung empfohlen. Grund sind toxikologische Bedenken: Hohe Dosen Menadion können oxidativen Stress in Erythrozyten auslösen und hämolytische Anämie sowie Leberschäden verursachen. Aus diesem Grund wurde die orale Anwendung beim Menschen in vielen Ländern verboten. In der Tiermedizin wird Menadion noch als Vitamin-K-Quelle im Futter eingesetzt, da Tiere es besser vertragen. Die biologische Aktivität von K3 beruht auf seiner Umwandlung in K2 im Körper, jedoch ist die therapeutische Breite sehr gering. Für den menschlichen Bedarf an Vitamin K sind K1 und K2 ausreichend und sicher. Wer seinen Vitamin-K-Status prüfen möchte, kann auf etablierte Biomarker wie uncarboxyliertes Osteocalcin (ucOC) oder PIVKA-II zurückgreifen – diese sind aussagekräftiger als ein Gentest auf Vitamin-K-Stoffwechsel. Die Evidenzlage zu K3 beim Menschen ist schwach und basiert hauptsächlich auf mechanistischen Studien und Tierversuchen. Verbraucher sollten von Nahrungsergänzungsmitteln mit Menadion absehen.
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