welche blutwerte bei müdigkeit und erschöpfung — was ist evidenzbasiert?
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TIKKI Wissensantwort
Bei Müdigkeit und Erschöpfung sind evidenzbasierte Blutwerte: **Blutbild (Hämoglobin, MCV) und Ferritin** – Eisenmangel ist eine häufige Ursache (Evidenz: stark). **Vitamin B12** (Holotranscobalamin oder Methylmalonsäure) – Mangel kann Müdigkeit verursachen (stark). **Vitamin D (25-OH-D)** – ein niedriger Spiegel wird mit Erschöpfung assoziiert, aber Kausalität ist unsicher (moderat). **Schilddrüsenwerte (TSH, ggf. fT4)** – Hypothyreose ist eine behandelbare Ursache (stark). **Nüchternblutzucker und HbA1c** – unerkannter Diabetes kann Müdigkeit verursachen (stark). Bei Männern kann **Testosteron** (morgens, nüchtern) sinnvoll sein (moderat). **Cortisol-Tagesprofil** ist nur bei Verdacht auf Nebenniereninsuffizienz indiziert; „Nebennierenerschöpfung“ ist keine anerkannte Diagnose. **CRP** kann auf chronische Entzündung hinweisen. Wichtig: Keine Selbstsupplementierung ohne ärztliche Abklärung. Gentests (z.B. VDR, PPARG) ersetzen keine Blutwerte – sie haben nur geringe prädiktive Aussagekraft. Evidenz: human-strong für Eisen, B12, Schilddrüse, Blutzucker; human-moderate für Vitamin D und Testosteron. Gesamt: mixed, da nicht alle Werte bei jeder Person nötig sind.
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