Als Biohacker betrachtest du Cortisol als zentrales Stresshormon der Nebennierenrinde, das über die HPA-Achse reguliert wird. Es steuert Energiebereitstellung, Entzündungsreaktionen und den Tag-Nacht-Rhythmus. Morgens ist der Spiegel natürlich hoch, abends niedrig. Viele Biohacker messen Cortisol im Speichel (z. B. mit DUTCH-Tests), um Stressbelastung und Erholung zu optimieren. Die Evidenz für solche Messungen ist jedoch gemischt: Einzelne Tagesprofile können nützlich sein, aber die Variabilität ist groß und die Interpretation oft schwierig. Supplemente wie Ashwagandha oder Phosphatidylserin können Cortisol senken, aber die Effekte sind moderat. Wichtiger sind Schlaf, Bewegung und Stressmanagement. Die Genetik (z. B. COMT, NR3C1) hat nur kleinen Einfluss. Fazit: Cortisol ist ein relevanter Biomarker, aber kein Allheilmittel. Biohacking sollte evidenzbasiert bleiben und nicht in übertriebene Selbstoptimierung abgleiten.
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