Die Frage, ob LCT (das Gen für Laktase) bei Blutzucker hilft, ist indirekt. LCT bestimmt, ob man Laktose verdauen kann. Laktose ist ein Zucker, der den Blutzucker erhöht. Bei Menschen mit Laktoseintoleranz (LCT-Persistenz negativ) führt der Verzehr von Milchprodukten oft zu Verdauungsbeschwerden, aber nicht zwangsläufig zu stärkeren Blutzuckeranstiegen – tatsächlich kann die fehlende Spaltung die Aufnahme verzögern. Die Evidenz für eine direkte Blutzuckerregulation durch LCT ist schwach. Einige Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen Laktase-Persistenz und höherem Milchkonsum hin, was bei Typ-2-Diabetes protektiv wirken könnte, aber dies ist nicht kausal. Caveat: Die Wirkung ist klein und wird durch andere Faktoren (Ernährung, Bewegung) dominiert. Ein Gentest auf LCT ist für Blutzuckermanagement nicht klinisch relevant.
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