Als Sportler ist es völlig normal, dass der Bauch während oder nach dem Training gluckert. Dieses Geräusch wird medizinisch als Borborygmus bezeichnet und entsteht durch die Bewegung von Gasen und Flüssigkeiten im Darm. Bei körperlicher Aktivität wird die Durchblutung umverteilt – weniger Blut fließt zum Verdauungstrakt, mehr zu den Muskeln. Das kann die Darmtätigkeit verlangsamen oder unregelmäßig machen, was zu hörbaren Geräuschen führt. Auch die erhöhte Atmung und Erschütterungen beim Laufen oder Springen können Luft im Darm verschieben. Die Ernährung spielt ebenfalls eine Rolle: Ballaststoffe, Kohlensäure oder zu viel Flüssigkeit kurz vor dem Sport können die Geräusche verstärken. In den meisten Fällen ist das Gluckern harmlos und kein Zeichen einer Erkrankung. Sollten jedoch Schmerzen, Krämpfe, Durchfall oder Übelkeit hinzukommen, könnte eine Unverträglichkeit (z. B. Laktose, Fruktose) oder ein Reizdarmsyndrom vorliegen. Ein Gentest auf Sportler-Gene (z. B. PPARGC1A) kann keine Aussage über Magen-Darm-Geräusche treffen. Die Evidenz ist rein mechanistisch/physiologisch. Caveat: Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.
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