Die Behauptung, dass der TSH-Wert direkt die Hautalterung vorhersagt, ist ein Mythos. TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) reguliert die Schilddrüsenfunktion, und eine Schilddrüsenunterfunktion (erhöhter TSH) kann zu trockener, schuppiger Haut und verminderter Kollagenproduktion führen – was indirekt die Hautalterung begünstigt. Allerdings ist TSH selbst kein direkter Biomarker für Hautalterung. Die Evidenz basiert auf physiologischen Zusammenhängen und Beobachtungsstudien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien. Fakt ist: Eine unbehandelte Schilddrüsenstörung kann Hautveränderungen verursachen, aber die individuelle Hautalterung wird durch viele Faktoren bestimmt (UV-Exposition, Ernährung, Genetik, Lebensstil). Ein normaler TSH-Wert schützt nicht vor Falten. Consumer-Tests, die TSH als „Hautalterungsmarker“ vermarkten, übertreiben die Aussagekraft. Wer echte Hautalterung verlangsamen will, sollte auf Sonnenschutz, Antioxidantien und eine ausgewogene Ernährung setzen – nicht auf einen einzelnen Laborwert.
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