ApoB (Apolipoprotein B) ist ein zentraler Bestandteil atherogener Lipoproteine (LDL, VLDL) und gilt als präziserer Risikomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als LDL-Cholesterin allein. Der Zusammenhang mit Schlaf ist indirekt, aber durch mehrere Mechanismen gestützt: Kurze oder gestörte Schlafdauer (<6 h) kann über erhöhte Cortisolausschüttung, Insulinresistenz und inflammatorische Prozesse die hepatische VLDL-Sekretion steigern, was zu höheren ApoB-Werten führt. Auch obstruktive Schlafapnoe (OSA) mit intermittierender Hypoxie wird mit erhöhtem ApoB assoziiert. Die Evidenzlage ist moderat – es gibt prospektive Studien und Metaanalysen, aber keine randomisierten kontrollierten Studien, die eine kausale Kette belegen. Wichtig: Ein einzelner ApoB-Wert sagt nichts über Schlafqualität aus; umgekehrt ist Schlaf nur ein Faktor unter vielen (Ernährung, Bewegung, Genetik). Bei erhöhtem ApoB sollte eine umfassende kardiovaskuläre Risikobewertung erfolgen. Consumer-Tests, die ApoB messen, sind nützlich, aber nicht diagnostisch. Hinweis: Die CHRNA5-Variante rs16969968 (im Kontext genannt) betrifft Nikotinabhängigkeit, nicht direkt ApoB oder Schlaf.
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