wie kann man stille entzündungen im körper feststellen
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TIKKI Wissensantwort
Stille Entzündungen („silent inflammation“) lassen sich nicht direkt durch Symptome erkennen, sondern nur über Biomarker im Blut. Der etablierteste Marker ist das **hochsensitive C-reaktive Protein (hs-CRP)**, das auch niedrige Entzündungsgrade erfasst. Werte über 1 mg/L deuten auf ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin, über 3 mg/L auf eine aktive Entzündung. Weitere Marker sind **Interleukin‑6 (IL‑6)** und **Tumornekrosefaktor‑α (TNF‑α)**, die jedoch teurer und weniger standardisiert sind. Auch **Ferritin** kann als Akute‑Phase‑Protein bei Entzündung erhöht sein – ein Problem bei Eisenmangel-Diagnostik. **Omega‑3‑Index** und **HbA1c** geben indirekt Hinweise auf entzündliche Prozesse. Wichtig: Kein einzelner Test beweist eine stille Entzündung; die Interpretation erfordert ärztliche Bewertung unter Berücksichtigung von Alter, Lebensstil und Vorerkrankungen. Direkt‑zu‑Verbraucher‑Tests (DTC) für Entzündungsmarkter sind oft nicht ausreichend validiert. Die Evidenz für hs‑CRP ist stark (human‑strong), für andere Marker moderat bis schwach. Bei auffälligen Werten sollte immer ein Arzt konsultiert werden.
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