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Ferritin Eisenmangel: welche Blutwerte sind relevant?

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Ferritin Eisenmangel: welche Blutwerte sind relevant?

Bei Verdacht auf Eisenmangel sind mehrere Blutwerte relevant, nicht nur Ferritin allein. Ferritin ist der wichtigste Speicherparameter: Ein erniedrigter Ferritinwert (<30 µg/L) weist auf entleerte Eisenspeicher hin. Allerdings ist Ferritin ein Akute-Phase-Protein; bei Entzündungen oder Infektionen kann es trotz Eisenmangel normal oder erhöht sein. Daher sollte zusätzlich das C-reaktive Protein (CRP) bestimmt werden, um Entzündungen auszuschließen. Weitere relevante Werte sind: Serum-Eisen (niedrig bei Eisenmangel), Transferrin (erhöht als Kompensation) und die Transferrinsättigung (berechnet aus Eisen/Transferrin; <16–20 % spricht für Eisenmangel). Hämoglobin (Hb) und MCV (mittleres korpuskuläres Volumen) zeigen eine mögliche Eisenmangelanämie an (Hb erniedrigt, MCV <80 fL). Bei chronischen Erkrankungen kann löslicher Transferrin-Rezeptor (sTfR) helfen, Eisenmangel von Anämie chronischer Erkrankung zu unterscheiden. Wichtig: Ein einzelner Wert reicht nicht; die Beurteilung erfordert das Gesamtbild aus Klinik, Blutbild, Eisenstatus und Entzündungsmarkern. Die Evidenz für diese Diagnostik ist human-strong (Leitlinien, z. B. AWMF). Caveat: Selbstinterpretation kann irreführen; ärztliche Abklärung ist notwendig.

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