Magnesium wird oft als unterstützendes Mineral bei Wechseljahresbeschwerden genannt, aber die wissenschaftliche Evidenz ist begrenzt. Einige Beobachtungsstudien und kleine klinische Versuche deuten darauf hin, dass Magnesium leichte positive Effekte auf Schlafqualität, Stimmung und Hitzewallungen haben könnte – vermutlich über die Regulation des Nervensystems und die Reduktion von oxidativem Stress. Allerdings fehlen groß angelegte, randomisierte kontrollierte Studien, die einen klaren kausalen Zusammenhang belegen. Die meisten Empfehlungen basieren auf mechanistischen Überlegungen oder Erfahrungsberichten, nicht auf robusten klinischen Daten. Zudem ist ein Magnesiummangel in der Perimenopause nicht automatisch gegeben; eine Blutuntersuchung kann sinnvoll sein, bevor man hochdosiert supplementiert. Hohe Dosen (über 350 mg elementares Magnesium pro Tag) können Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Magnesiumcitrat oder -glycinat werden oft besser vertragen als Magnesiumoxid. Insgesamt kann Magnesium als Teil eines ganzheitlichen Ansatzes (Ernährung, Bewegung, Stressmanagement) hilfreich sein, aber es ist kein Wundermittel. Die Evidenz ist als moderat einzustufen – es gibt Hinweise, aber keine gesicherte Empfehlung für alle Frauen.
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