Die Frage, ob MTHFR-Varianten für den Schlaf relevant sind, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. MTHFR ist ein zentrales Enzym im Folat- und Homocystein-Stoffwechsel. Eine verminderte Aktivität (z. B. durch C677T) kann zu erhöhtem Homocystein führen, was indirekt die Neurotransmitter-Synthese (Serotonin, Melatonin) beeinflussen könnte – beides ist an der Schlafregulation beteiligt. Allerdings ist die Evidenz für einen direkten Zusammenhang zwischen MTHFR-Polymorphismen und Schlafqualität oder -störungen schwach. Die meisten Studien sind klein oder zeigen inkonsistente Ergebnisse. Einige Arbeiten deuten auf eine Assoziation mit Schlafapnoe oder Tagesmüdigkeit hin, aber die Effektstärken sind gering und die Befunde nicht reproduziert. MyBody-X-Tests können den Genotyp bestimmen, aber die klinische Relevanz für den Schlaf ist unklar. Ein Blut-Homocystein-Wert wäre aussagekräftiger. Bei Schlafproblemen sollten primär andere Faktoren (Stress, Schlafhygiene, Hormone, Mikrobiom) abgeklärt werden. Die Evidenz ist daher als mechanistisch bis unklar einzustufen.
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