Kefir gilt als probiotisches Lebensmittel, doch der tägliche Konsum birgt Risiken und Grenzen. Bei Laktoseintoleranz können selbst geringe Restlaktose (ca. 1–2 g/100 ml) Symptome wie Blähungen oder Durchfall auslösen – ein Gentest auf Laktasepersistenz (rs4988235) zeigt nur eine Prädisposition, kein sicheres Toleranzniveau. Zudem enthalten viele Kefirprodukte zugesetzten Zucker (bis zu 10 g/100 ml), was bei täglichem Konsum den Blutzucker und die Kalorienbilanz negativ beeinflussen kann. Histaminempfindliche Personen reagieren auf biogene Amine im Kefir mit Kopfschmerz oder Hautrötung. Die mikrobielle Zusammensetzung variiert stark zwischen Marken und Chargen; eine standardisierte Dosis probiotischer Stämme fehlt. Evidenz für spezifische Gesundheitsversprechen (z. B. Gewichtsreduktion, Immunstärkung) ist überwiegend mechanistisch oder aus kleinen Studien – keine starke klinische Evidenz. Fazit: Kefir kann Teil einer ausgewogenen Ernährung sein, aber individuelle Unverträglichkeiten und Produktqualität beachten. Bei Unsicherheit ärztliche Beratung einholen.
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