Eine Helicobacter-pylori-Infektion ist weit verbreitet und verursacht nicht immer Symptome. Ein Arztbesuch ist jedoch in folgenden Situationen dringend anzuraten: anhaltende oder wiederkehrende Magenschmerzen, Sodbrennen, Übelkeit, Völlegefühl, Appetitlosigkeit oder ungewollter Gewichtsverlust. Auch bei Blut im Stuhl oder Erbrechen, Schluckbeschwerden oder einer familiären Vorgeschichte von Magenkrebs sollte zeitnah eine ärztliche Abklärung erfolgen. Der Hausarzt kann einen Atem-, Stuhl- oder Magenspiegelungstest veranlassen. Ein positiver Test allein bedeutet nicht zwingend eine Erkrankung, aber eine Behandlung wird meist empfohlen, um das Risiko für Magengeschwüre und Magenkrebs zu senken. Vorsicht: Selbsttests aus der Apotheke oder online sind oft ungenau und ersetzen keine ärztliche Diagnose. Die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie (DGVS) empfehlen eine Eradikationstherapie bei nachgewiesener Infektion mit Risikofaktoren. Ohne Symptome und Risikofaktoren ist der Nutzen einer Behandlung umstritten. Lassen Sie sich individuell beraten.
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