Die Bestimmung von IgE (Immunglobulin E) wird primär in der Allergiediagnostik eingesetzt. Ein erhöhter IgE-Wert zeigt lediglich eine Sensibilisierung gegenüber Allergenen an, nicht jedoch eine klinische Allergie. Für die Beurteilung der Langlebigkeit (Longevity) ist IgE kein etablierter Biomarker. Es gibt zwar Hinweise, dass IgE-Spiegel mit dem Alterungsprozess assoziiert sein könnten – etwa durch Veränderungen des Immunsystems (Immunoseneszenz) oder chronische Entzündungen –, aber die Evidenz ist schwach und überwiegend mechanistisch. Langlebigkeit wird durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst: Genetik, Lebensstil, Ernährung, Entzündungsmarker (z. B. CRP, IL-6), Telomerlänge und epigenetische Uhren. Ein einzelner IgE-Wert liefert hier keine aussagekräftige Information. Zudem sind direkte-to-consumer (DTC) IgE-Tests oft nicht klinisch validiert und können zu Fehlinterpretationen führen. Wer seinen Gesundheitszustand im Hinblick auf Langlebigkeit bewerten möchte, sollte auf validierte Biomarker und ärztliche Beratung setzen. IgE allein ist dafür nicht sinnvoll.
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