Cortisol-Training bezeichnet Maßnahmen zur Regulation des Cortisolspiegels, etwa durch Bewegung, Schlafhygiene oder Stressmanagement. Die Evidenz ist gemischt: Akute Cortisolanstiege durch intensives Training sind normal, chronisch erhöhte Werte können jedoch schädlich sein. Studien zeigen, dass moderates Ausdauertraining und Yoga den basalen Cortisolspiegel senken können, während Übertraining oder Schlafmangel ihn steigern. Die Grenzen liegen in der individuellen Variabilität (Genetik, Tagesrhythmus) und der fehlenden Standardisierung von „Cortisol-Training“. Ohne ärztliche Diagnostik (Speichel-/Bluttests) bleibt es oft Spekulation. Zudem können Nahrungsergänzungsmittel wie Ashwagandha oder Phosphatidylserin nur begrenzt wirken. Fazit: Cortisol-Training ist kein klinisch etabliertes Konzept, sondern ein Lifestyle-Ansatz mit moderater, aber nicht belastbarer Evidenz. Risiken bestehen bei Übertraining oder Ignorieren zugrunde liegender Erkrankungen (z. B. Cushing, Nebenniereninsuffizienz).
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