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Myths vs Facts: ACTN3 und fatigue

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Myths vs Facts: ACTN3 und fatigue

Ein häufiger Mythos besagt, dass die ACTN3-Genvariante (R577X, rs1815739) mit dem XX-Genotyp (Null-Mutation) zu schneller Ermüdung oder Muskelschwäche führt. Tatsächlich ist dies ein normaler Polymorphismus, der bei etwa 18 % der Weltbevölkerung vorkommt. Der XX-Genotyp führt zum Fehlen des Alpha-Aktinin-3-Proteins in schnellen Muskelfasern, was mit einer besseren Ausdauerleistung assoziiert ist – nicht mit pathologischer Ermüdung. Zahlreiche Studien (z. B. Yang et al., 2003) zeigen, dass Träger des X-Allels bei Ausdauersportarten überdurchschnittlich abschneiden. Ermüdung ist multifaktoriell bedingt (Energiestatus, Schlaf, Ernährung, Training) und nicht auf ein einzelnes Gen zurückzuführen. Die ACTN3-Variante ist kein Krankheitsmarker, sondern ein Beispiel für genetische Vielfalt im Sport. Wer sich trotz XX-Genotyp müde fühlt, sollte andere Ursachen abklären lassen (z. B. Eisenmangel, Schilddrüsenfunktion, Schlafqualität).

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