Evidenz-Check: tTG IgA im Kontext von Fruchtbarkeit
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TIKKI Wissensantwort
Der tTG-IgA-Test (Gewebstransglutaminase-Antikörper) ist ein etablierter Screening-Marker für Zöliakie. Ein positiver Befund weist auf eine mögliche Glutenunverträglichkeit hin. Im Kontext von Fruchtbarkeit gibt es Hinweise, dass unbehandelte Zöliakie mit erhöhtem Risiko für Infertilität, wiederholte Fehlgeburten und Frühgeburten assoziiert ist. Die Evidenz hierfür ist jedoch moderat: Studien zeigen Assoziationen, aber keine starke Kausalität. Viele Frauen mit Zöliakie haben unauffällige Fruchtbarkeitsparameter. Der Test ist kein direkter Fruchtbarkeitstest, sondern ein Screening auf eine behandelbare Grunderkrankung. Bei unerklärter Infertilität oder wiederholten Fehlgeburten kann ein tTG-IgA-Test sinnvoll sein, sollte aber immer durch eine gastroenterologische Abklärung (Dünndarmbiopsie) bestätigt werden. Caveat: Ein negativer Test schließt Zöliakie nicht vollständig aus (v.a. bei IgA-Mangel). Die Evidenz basiert auf Beobachtungsstudien, nicht auf randomisierten kontrollierten Studien. Daher ist die Aussagekraft für den Einzelfall begrenzt. Insgesamt: Der Test ist ein nützliches Screening, aber kein Fruchtbarkeitswunder.
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