Bei anhaltender Erschöpfung stellt man häufig den Mangel an bestimmten Vitaminen und Mineralstoffen in Frage, weil sie eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel spielen. Zu den wichtigsten Kandidaten zählen Vitamin B12, das langfristige Anfalls‑ und Depressionsmuster bei Defiziten begleitet; Vitamin D, dessen Blutspiegel mit Müdigkeit korreliert, vor allem bei Längentausendern; sowie die B‑Vitamine aus Gruppe B (B6, Niacin, Folsäure) und Vitamin C, da sie bei oxidativer Belastung helfen. Auch mineralogische Faktoren wie Eisen (als Bestandteil des Hämoglobins und der Enzyme), Magnesium (ATP‑Bündlerin) und Zink (Immunsystem und Enzymaktivität) können Erschöpfung verstärken, wenn sie suboptimal sind. Die wissenschaftliche Evidenz ist gemischt: Für Defizite sind klinische Studien gut dokumentiert, die Wirkung von Supplementen hingegen zeigt oft nur einen kleinen, individualisierten Nutzen. Ein sinnvoller Ansatz ist daher zunächst ein Blut‑ oder Urintest zur Objektivierung eines Mangels, gefolgt von einer gezielten Ergänzung. Dabei sollte die Dosierung, die Dauer und die Wechselwirkungen mit Medikamenten berücksichtigt und regelmäßig überwacht werden, um Unter- bzw. Überdosierungen zu vermeiden.
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