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Evidenz-Check: Folsäure im Kontext von weight loss

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Evidenz-Check: Folsäure im Kontext von weight loss

Die direkte Evidenz für eine Rolle von Folsäure (Folat) bei Gewichtsverlust ist schwach und nicht durch robuste klinische Studien gestützt. Zwar ist Folat als Cofaktor im Ein-Karbon-Stoffwechsel essenziell für DNA-Synthese und Methylierung, und ein Mangel kann den Energiestoffwechsel beeinträchtigen – aber das bedeutet nicht, dass eine Supplementierung bei normaler Versorgung die Gewichtsabnahme fördert. Einige Beobachtungsstudien deuten auf einen Zusammenhang zwischen niedrigem Folatspiegel und Adipositas hin, doch die Kausalität ist unklar: Übergewichtige haben oft eine schlechtere Ernährungsqualität, was den niedrigen Folatspiegel erklären könnte. Die MTHFR-Variante A1298C (rs1801131) beeinflusst die Folatverwertung leicht, aber selbst bei Trägern ist eine Supplementierung mit Methylfolat nur bei erhöhtem Homocystein indiziert – nicht zur Gewichtsreduktion. Direkte Gewichtsverlust-Interventionen mit Folsäure wurden in randomisierten Studien nicht bestätigt. Daher: Folsäure ist kein Fatburner. Eine ausreichende Versorgung über die Ernährung (grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte) ist sinnvoll, aber eine zusätzliche Einnahme in der Hoffnung auf Gewichtsverlust ist nicht evidenzbasiert. Caveat: Hohe Dosen Folsäure können einen Vitamin-B12-Mangel maskieren. Evidenzgrad: unklar/mixed.

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