Die Frage nach den Kosten von Stress bei Kindern ist vielschichtig. Es gibt keine einheitliche finanzielle Summe, da die Auswirkungen stark variieren. Wissenschaftlich belegt sind jedoch die gesundheitlichen und entwicklungsbezogenen Kosten: Chronischer Stress im Kindesalter kann zu erhöhten Cortisolspiegeln, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen und einem geschwächten Immunsystem führen. Langfristig steigt das Risiko für psychische Erkrankungen wie Angststörungen und Depressionen sowie für körperliche Leiden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Erwachsenenalter. Die gesellschaftlichen Kosten durch Therapie, Schulausfälle und Produktivitätsverluste sind erheblich, aber schwer zu beziffern. Die Evidenz basiert überwiegend auf Beobachtungsstudien und tierexperimentellen Daten; große randomisierte Studien fehlen. Einzelne Biomarker wie Cortisol im Speichel sind als Stressindikatoren etabliert, aber ihre Interpretation im Einzelfall ist schwierig. Zusammenfassend: Stress kostet Kinder vor allem Gesundheit und Entwicklung – die finanziellen Kosten sind indirekt und variabel.
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