Die Frage, ob LCT (das Gen für Laktase) bei den Wechseljahren helfen kann, ist wissenschaftlich nicht belegt. LCT bestimmt die Fähigkeit, Laktose zu verdauen – ein Enzymdefekt führt zu Laktoseintoleranz. In den Wechseljahren kann die Darmflora und die Verdauung durch hormonelle Veränderungen beeinflusst werden, sodass manche Frauen vorübergehend oder dauerhaft laktoseempfindlicher werden. Das bedeutet aber nicht, dass das LCT-Gen selbst einen direkten Einfluss auf Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen oder Knochengesundheit hat. Es gibt keine hochwertigen Studien, die einen kausalen Zusammenhang oder einen Nutzen von Laktase-Supplementen für menopausale Symptome belegen. Ein Gentest auf LCT kann lediglich Aufschluss über die persönliche Laktoseverträglichkeit geben – das ist für die Ernährung in den Wechseljahren relevant, aber kein ‚Helfer‘ gegen die Wechseljahre an sich. Die Evidenz ist daher als unklar einzustufen. Verbraucher sollten sich nicht von Marketingversprechen täuschen lassen, die LCT-Tests als Lösung für Menopausenprobleme anpreisen.
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