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Kann Selen bei menopause helfen?

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Kann Selen bei menopause helfen?

Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das als Bestandteil von Selenoproteinen antioxidative und schilddrüsenregulierende Funktionen hat. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was oxidativen Stress und Hitzewallungen begünstigen kann. Einige Beobachtungsstudien deuten darauf hin, dass eine ausreichende Selenversorgung mit weniger Hitzewallungen und besserer Stimmung einhergeht. Allerdings fehlen randomisierte kontrollierte Studien, die einen klaren kausalen Nutzen belegen. Die Evidenz ist daher schwach und uneinheitlich. Zudem ist eine Überdosierung von Selen toxisch (Haarausfall, Nagelveränderungen, Übelkeit). Die empfohlene Tagesdosis liegt bei etwa 55–70 µg; in Deutschland ist eine Unterversorgung selten. Statt hochdosierter Nahrungsergänzung sollte man Selen über Paranüsse, Fisch oder Eier zuführen. Ein Bluttest auf Selenstatus kann vor Supplementierung sinnvoll sein. Fazit: Selen könnte bei Menopause-Symptomen unterstützen, aber die Datenlage ist unzureichend für eine generelle Empfehlung. Konsultieren Sie bei Beschwerden einen Arzt oder Gynäkologen.

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