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Welche Rolle spielt Progesteron für Sport?

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Welche Rolle spielt Progesteron für Sport?

Progesteron ist ein Sexualhormon, das vor allem im weiblichen Zyklus eine zentrale Rolle spielt. Für den Sport sind seine Effekte vielschichtig, aber nicht eindeutig belegt. Während der Lutealphase (nach dem Eisprung) steigt Progesteron an und kann die Körpertemperatur erhöhen, die Flüssigkeitsretention fördern und die Atmung leicht antreiben. Dies könnte die Ausdauerleistung beeinträchtigen, da eine höhere Kerntemperatur die Thermoregulation erschwert. Zudem wirkt Progesteron leicht katalob – es kann die Proteinsynthese dämpfen und den Muskelaufbau theoretisch bremsen. Allerdings sind diese Effekte im Vergleich zu Östrogen und Testosteron gering und stark individuell. Die Studienlage ist moderat: Es gibt Hinweise aus kontrollierten Zyklusstudien, aber keine großen randomisierten Trials. Für die Praxis bedeutet das: Frauen sollten ihren Zyklus im Training berücksichtigen, aber nicht als starres Dogma. Eine pauschale Leistungseinbuße durch Progesteron ist nicht belegt. Sicherheitshinweis: Bei Hormonstörungen oder Einnahme von Hormonpräparaten (z. B. Pille) sind die Effekte anders. Die genetische Veranlagung (z. B. Progesteronrezeptor-Varianten) spielt eine untergeordnete Rolle und wird durch DNA-Tests oft überschätzt.

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