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Kann AMH bei Sport helfen?

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Kann AMH bei Sport helfen?

Die Frage, ob das Anti-Müller-Hormon (AMH) bei Sport helfen kann, lässt sich aus der aktuellen wissenschaftlichen Datenlage nicht klar bejahen. AMH ist ein etablierter Biomarker für die ovarielle Reserve bei Frauen und wird vor allem in der Fruchtbarkeitsmedizin genutzt. Es gibt keine robusten Studien, die einen direkten leistungssteigernden oder sportartspezifischen Effekt von AMH belegen. Einige Arbeiten deuten auf Zusammenhänge zwischen AMH-Spiegeln und dem Menstruationszyklus sowie der hormonellen Regulation hin, was indirekt die Trainingssteuerung bei Sportlerinnen beeinflussen könnte – etwa bei der Anpassung des Trainings an die Zyklusphase. Allerdings sind diese Hinweise überwiegend mechanistisch und basieren nicht auf randomisierten kontrollierten Studien. Zudem ist AMH kein direktes Leistungshormon wie Testosteron oder Wachstumshormon. Bei Männern hat AMH eine andere Funktion (Hodenentwicklung) und wird nicht mit sportlicher Leistung in Verbindung gebracht. Zusammenfassend: AMH ist kein Sport-Booster. Wer seine sportliche Leistung verbessern möchte, sollte auf evidenzbasierte Strategien wie angepasste Ernährung, Regeneration und spezifisches Kraft-/Ausdauertraining setzen. Ein AMH-Test ist für Sportzwecke nicht indiziert.

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