HLA-DQ2 ist ein Genvarianten-Komplex, der stark mit Zöliakie assoziiert ist – einer Autoimmunerkrankung, die durch Gluten ausgelöst wird. Für den Sport ergibt sich daraus nur eine indirekte Rolle: Bei unerkannter Zöliakie können Symptome wie Müdigkeit, Nährstoffmangel und Leistungseinbußen auftreten. Für gesunde Sportler ohne Zöliakie oder Glutensensitivität hat HLA-DQ2 jedoch keine nachgewiesene Bedeutung für die sportliche Leistung. Die Evidenz für die Zöliakie-Assoziation ist stark (humane Studien, GWAS), aber für eine direkte Sportrelevanz fehlen Belege. Viele Gentests für Verbraucher listen HLA-DQ2 auf, ohne den Kontext zu erklären – das kann zu Fehlinterpretationen führen. Ein positiver Befund bedeutet nicht automatisch eine Zöliakie; eine ärztliche Abklärung ist notwendig. Für Sportler ohne entsprechende Symptome ist der Marker klinisch irrelevant. Zusammenfassend: HLA-DQ2 spielt keine direkte Rolle für Sport, kann aber bei betroffenen Athleten die Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.
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