Die Schilddrüsenfunktion, gemessen am TSH-Wert, ist ein wichtiger Faktor für die Langlebigkeit. Ein TSH im unteren Normalbereich (ca. 0,5–2,5 mU/l) wird oft mit besserer Stoffwechselgesundheit und geringerem oxidativem Stress assoziiert. Allerdings ist die Evidenzlage komplex: Subklinische Hypo- oder Hyperthyreose können je nach Alter und Begleiterkrankungen unterschiedliche Risiken bergen. Bei älteren Menschen wird ein leicht erhöhter TSH (bis 4,5 mU/l) teilweise toleriert, da eine zu aggressive Senkung mit Herzrhythmusstörungen und Knochendichteverlust einhergehen kann. Langlebigkeitsstudien zeigen keine einheitlichen TSH-Zielwerte; individuelle Faktoren wie Jodversorgung, Autoimmunität (Hashimoto) und genetische Prädisposition (z. B. PPARGC1A-Varianten) spielen eine Rolle. Ein MyBody-X-Test kann hier nur grobe Hinweise geben, keine klinische Diagnose. Wichtig: Regelmäßige ärztliche Kontrolle, keine Selbstmedikation mit Jod oder Schilddrüsenhormonen. Evidenz: überwiegend epidemiologisch und mechanistisch, nicht ausreichend für personalisierte Empfehlungen.
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