Die Frage, ob ein Ferritin-Test bei ‚gut health‘ sinnvoll ist, ist differenziert zu betrachten. Ferritin ist ein Speicherprotein für Eisen; niedrige Werte weisen auf Eisenmangel hin. Eisenmangel kann die Darmgesundheit beeinträchtigen, z. B. durch gestörte Immunfunktion der Darmschleimhaut oder als Folge von Zöliakie/chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Allerdings ist ein isolierter Ferritinwert ohne klinischen Kontext wenig aussagekräftig – er kann auch bei Entzündungen falsch erhöht sein. Bei asymptomatischen Personen ohne Risikofaktoren ist ein Screening auf Eisenmangel nicht generell empfohlen. Die Evidenz für einen Nutzen von Ferritin-Tests zur Optimierung der Darmgesundheit bei Gesunden ist schwach (Evidenz: human-moderate). Caveat: Eisenpräparate ohne nachgewiesenen Mangel können Nebenwirkungen haben (z. B. oxidativer Stress, Darmirritation). Ein Ferritin-Test ist sinnvoll bei Verdacht auf Mangel (z. B. Müdigkeit, Blässe, gastrointestinale Symptome) oder bei Risikogruppen (z. B. Blutspender, Schwangere). Die Interpretation sollte immer durch einen Arzt erfolgen.
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