Bei Eisenmangel sollte die Ernährung eisenreiche Lebensmittel priorisieren. Häm-Eisen aus tierischen Quellen (rotes Fleisch, Innereien wie Leber, Blutwurst) wird vom Körper deutlich besser aufgenommen als Nicht-Häm-Eisen aus pflanzlichen Quellen (Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, Samen, grünes Blattgemüse). Vitamin C (z. B. Zitrusfrüchte, Paprika) steigert die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen, während Hemmstoffe wie Phytat (Vollkorn), Oxalat (Spinat, Rhabarber) und Tannine (Kaffee, Tee) die Resorption reduzieren. Allerdings: Bei klinisch relevantem Eisenmangel (z. B. Ferritin <15 µg/L) reicht Ernährung allein meist nicht aus; orale Supplementierung ist dann der Standard. Die Evidenz für diätetische Maßnahmen ist gut etabliert (klinische Praxis), aber individuelle Faktoren wie Blutverlust, Resorptionsstörungen oder genetische Varianten (z. B. HFE) sollten ärztlich abgeklärt werden. Cave: Eisenüberladung (Hämochromatose) ist möglich – nie ohne Diagnose hochdosiert supplementieren.
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