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Ist Folsäure bei menopause sinnvoll?

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Ist Folsäure bei menopause sinnvoll?

Folsäure (Vitamin B9) wird in den Wechseljahren oft als Teil von Multivitaminpräparaten beworben, aber die spezifische Evidenz für einen Nutzen allein in der Menopause ist schwach. Folsäure ist essenziell für die Zellteilung und die Senkung von Homocystein, einem Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, der nach der Menopause ansteigen kann. Einige Studien deuten darauf hin, dass eine Supplementierung mit Folsäure und Vitamin B12 den Homocysteinspiegel senken kann, jedoch fehlen robuste Daten, dass dies tatsächlich kardiovaskuläre Ereignisse reduziert. Zudem kann eine hohe Folsäurezufuhr einen Vitamin-B12-Mangel maskieren, der bei älteren Frauen häufiger vorkommt. Die meisten Frauen in der Menopause decken ihren Folatbedarf über die Ernährung (grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte). Ein Gentest auf MTHFR-Varianten (wie rs1801133) wird manchmal als Begründung für eine Folsäure-Supplementierung angeführt, aber die klinische Relevanz ist umstritten und wird von Fachgesellschaften nicht routinemäßig empfohlen. Fazit: Ohne nachgewiesenen Mangel oder erhöhtes Homocystein ist eine generelle Folsäure-Einnahme in der Menopause nicht evidenzbasiert. Konsultieren Sie vor der Einnahme einen Arzt, insbesondere bei gleichzeitiger B12-Kontrolle.

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