HbA1c (glykiertes Hämoglobin) spiegelt den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 2–3 Monate wider. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was die Insulinsensitivität verringern und die Glukosetoleranz verschlechtern kann. Studien zeigen, dass postmenopausale Frauen häufig höhere HbA1c-Werte aufweisen als prämenopausale, selbst wenn der BMI kontrolliert wird. Allerdings ist der Effekt moderat und stark von Lebensstil, Genetik und Begleiterkrankungen abhängig. Ein erhöhter HbA1c in den Wechseljahren ist kein eigenständiger Krankheitswert, sondern ein Risikohinweis. Die Evidenz basiert auf Beobachtungsstudien (human-moderate). Caveat: HbA1c kann durch Anämie, Nierenfunktion oder Hämoglobinvarianten verfälscht werden. Einzelfallentscheidungen sollten auf wiederholten Messungen und ärztlicher Bewertung beruhen. Die DNA-Tests aus dem Kontext (z. B. rs12778366 in SIRT1) liefern keine direkte Aussage zu HbA1c und Menopause.
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