Die Frage, ob CYP2D6 bei Langlebigkeit helfen kann, lässt sich mit der aktuellen Studienlage nicht klar beantworten. CYP2D6 ist ein gut untersuchtes Gen, das für ein Enzym des Phase-I-Stoffwechsels kodiert und vor allem den Abbau vieler Medikamente (z. B. Antidepressiva, Betablocker, Opioide) steuert. Es gibt Hinweise, dass bestimmte CYP2D6-Varianten mit der Verstoffwechselung von Neurotransmittern und endogenen Substanzen zusammenhängen, aber ein direkter, reproduzierbarer Effekt auf die menschliche Lebensspanne ist nicht belegt. Die wenigen Assoziationsstudien zu Langlebigkeit konzentrieren sich auf andere Gene wie FOXO3, APOE oder SIRT1. Zudem ist die Evidenz für CYP2D6 in diesem Kontext als ‚unclear‘ einzustufen, da keine robusten Humanstudien oder GWAS vorliegen, die eine kausale Rolle bestätigen. Verbraucher sollten skeptisch sein, wenn ein Gentest für Langlebigkeit auf CYP2D6 verweist – das ist eher Marketing als Wissenschaft. Ohne konkrete klinische Daten bleibt die Aussage spekulativ.
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