Zink ist ein essenzielles Spurenelement, das für die Fruchtbarkeit beider Geschlechter eine Rolle spielt. Bei Männern ist es an der Spermienbildung, -reifung und -motilität beteiligt; bei Frauen unterstützt es die Eizellreifung und den Hormonhaushalt. Die Evidenz basiert auf Humanstudien, die zeigen, dass ein Zinkmangel mit verminderter Fertilität assoziiert ist. Allerdings ist die Datenlage für eine generelle Supplementierung bei normalem Zinkstatus schwach – die meisten Studien wurden an Mangelsituationen oder in Populationen mit suboptimaler Ernährung durchgeführt. Direkt-zu-Konsumenten-Tests, die einen Zinkmangel oder genetische Varianten (z. B. im Zinktransporter-Gen SLC30A8) analysieren, liefern oft keine klinisch verwertbaren Ergebnisse. Die Effektgrößen sind klein, und der Nutzen einer Supplementierung ohne nachgewiesenen Mangel ist unklar. Für eine evidenzbasierte Beratung wäre ein gemessener Zinkspiegel (Serum oder Vollblut) aussagekräftiger als ein DNA-Test. Caveat: Zu hohe Zinkdosen können Kupfermangel verursachen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Insgesamt ist die Evidenz für Zink und Fertilität als moderat einzustufen – sie reicht für eine Empfehlung bei nachgewiesenem Mangel, nicht aber für eine pauschale Einnahme.
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