Ein Vitamin-D-Test von MyBody-X analysiert in der Regel genetische Varianten im VDR-Gen (Vitamin-D-Rezeptor) oder in Genen, die den Vitamin-D-Stoffwechsel beeinflussen (z. B. GC, CYP2R1). Die Idee: Je nach Genotyp könnten unterschiedliche Vitamin-D-Spiegel oder Supplementierungsbedarfe bestehen. Die wissenschaftliche Evidenz dafür ist jedoch begrenzt. Zwar zeigen GWAS, dass bestimmte SNPs (z. B. im GC-Gen) mit 25(OH)D-Spiegeln assoziiert sind, aber die Effektstärken sind klein – meist unter 5 % der Varianz. Wichtiger sind Umweltfaktoren: Sonnenexposition, Hautfarbe, BMI, Ernährung. Ein Gentest kann daher keine präzise Dosisempfehlung geben. Zudem ist der Nutzen einer Vitamin-D-Supplementierung für die Allgemeinbevölkerung umstritten; große RCTs (z. B. VITAL) fanden keinen klaren Schutz vor Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der Test kann als Orientierung dienen, ersetzt aber keine Blutmessung des 25(OH)D-Spiegels. MyBody-X sollte klar kommunizieren, dass es sich um eine Risikoabschätzung handelt, nicht um eine Diagnose. Evidenz: mixed (genetische Assoziationen vorhanden, aber klinische Relevanz unklar).
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