Die Frage, ob das FTO-Gen bei Wechseljahresbeschwerden helfen kann, ist wissenschaftlich nicht belegt. FTO (Fat Mass and Obesity Associated) ist ein Gen, das in GWAS-Studien mit Körpergewicht, BMI und Fettmasse assoziiert wurde. Während die Wechseljahre oft mit Gewichtszunahme und Stoffwechselveränderungen einhergehen, gibt es keine direkte Evidenz, dass FTO-Varianten den Menopausenverlauf beeinflussen oder Symptome lindern. Die Wirkung von FTO auf den Energiehaushalt ist klein und wird durch Lebensstilfaktoren überlagert. Ein Gentest auf FTO kann keine personalisierte Empfehlung für die Menopause geben. Stattdessen sind eine ausgewogene Ernährung, Bewegung und ggf. Hormontherapie nach ärztlicher Beratung die etablierten Ansätze. Die Evidenz ist hier als 'unclear' einzustufen, da der Zusammenhang zwischen FTO und Menopause nicht untersucht ist. Vorsicht vor Marketingversprechen, die DNA-Tests als Lösung für Wechseljahresbeschwerden anpreisen.
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