Die Frage, ob MTHFR-Varianten (z. B. rs1801133) im Sport eine Rolle spielen, wird häufig im Kontext von Methylierung, Regeneration und Homocystein-Stoffwechsel diskutiert. Die wissenschaftliche Evidenz für einen direkten Leistungsvorteil oder eine sportartspezifische Supplementierung ist jedoch schwach. Zwar kann eine verminderte MTHFR-Aktivität den Homocysteinspiegel erhöhen, was theoretisch die Gefäßfunktion beeinträchtigen könnte, aber Studien zeigen keinen klaren Zusammenhang mit sportlicher Leistung oder Erholung. Viele kommerzielle Anbieter bewerben personalisierte Ernährungs- oder Supplementpläne auf Basis von MTHFR, doch die Datenlage ist widersprüchlich und oft von kleinen Stichproben geprägt. Zudem sind die meisten Consumer-Tests unvollständig und berücksichtigen selten seltene Varianten. Für Sportler ist ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, ausreichend Schlaf und angepasstem Training nachweislich wirksamer als eine isolierte Gen-basierte Intervention. Ein Arzt oder Sportmediziner sollte vor Supplementierung (z. B. Folsäure, B‑Vitamine) konsultiert werden. Die Evidenz ist insgesamt als unklar einzustufen.
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