TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) ist ein wichtiger Marker für die Schilddrüsenfunktion, aber kein direkter Stressindikator. Chronischer Stress kann über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse die Schilddrüsenachse beeinflussen, was zu veränderten TSH-Werten führen kann – meist zu einer leichten Suppression oder Erhöhung. Allerdings ist TSH allein nicht geeignet, um Stress zu diagnostizieren oder zu managen. Sinnvoller ist eine Kombination aus TSH, fT3, fT4 und ggf. Kortisol-Tagesprofil sowie psychometrischen Stressfragebögen. Die Evidenz für TSH als alleinigen Stressmarker ist schwach; es handelt sich um klinische Praxis, nicht um eine validierte Stressdiagnostik. Caveat: Normale TSH-Werte schließen stressbedingte Schilddrüsenveränderungen nicht aus, und auffällige Werte erfordern eine endokrinologische Abklärung.
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