FADS1 kodiert eine Delta-5-Desaturase, die für die Umwandlung von kurzkettigen in langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren (EPA, DHA) zuständig ist. Diese Fettsäuren sind Vorstufen von Entzündungsmediatoren und beeinflussen die Hormonsynthese. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, was Entzündungsprozesse und das kardiovaskuläre Risiko erhöht. Theoretisch könnten FADS1-Varianten die Verfügbarkeit von EPA/DHA modulieren und damit Hitzewallungen oder die Knochengesundheit beeinflussen. Die klinische Evidenz ist jedoch schwach: Es gibt keine großen Studien, die einen direkten Zusammenhang zwischen FADS1-Polymorphismen und Wechseljahresbeschwerden belegen. Die meisten Daten stammen aus tierexperimentellen oder kleinen Beobachtungsstudien. Ein Gentest auf FADS1 hat derzeit keinen Stellenwert in der Menopause-Diagnostik oder -Therapie. Die Rolle bleibt mechanistisch und spekulativ.
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