Cortisol und Fruchtbarkeit sind über die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA) und die Hypothalamus-Hypophysen-Gonaden-Achse (HPG) verbunden. Chronisch erhöhtes Cortisol kann die Gonadotropin-Freisetzung (LH, FSH) hemmen, was zu Zyklusstörungen, verminderter Eizellqualität und niedrigerer Empfängnisrate führen kann. Auch bei Männern kann Stress die Spermaqualität beeinträchtigen. Die vorliegenden Kontextinformationen enthalten keine direkten Studien zu Cortisol und Fertilität, sondern nur allgemeine Hinweise zu Stress-Genen (BDNF, SLC6A4, CLOCK). Diese haben allenfalls kleine Effekte und sind nicht klinisch handlungsrelevant. Ein direkter DNA-Test auf Cortisol-Spiegel ist nicht sinnvoll, da Cortisol stark schwankt und durch Lebensstil (Schlaf, Ernährung, Stressmanagement) mehr beeinflusst wird als durch einzelne Gene. Evidenz: human-moderate (allgemeine Physiologie, aber keine spezifischen RCTs aus dem Kontext).
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