Östrogene sind eine Gruppe von Steroidhormonen, die vor allem für die weibliche Fortpflanzung und viele andere Körperfunktionen wichtig sind. Die drei Hauptformen sind Östradiol, Östron und Östriol. Sie regulieren den Menstruationszyklus, beeinflussen Knochendichte, Herz-Kreislauf-System und Gehirn. Marketing-Hype entsteht oft um sogenannte „Xenoöstrogene“ (Umweltschadstoffe mit östrogenartiger Wirkung) oder „Östrogendominanz“. Viele Produkte – von Cremes bis Nahrungsergänzungsmitteln – versprechen, den Östrogenspiegel zu „balancieren“ oder zu „detoxen“. Die Evidenz für solche Maßnahmen ist jedoch meist schwach oder rein mechanistisch. Echte Östrogenprobleme (z. B. in den Wechseljahren) gehören in ärztliche Hand. Ein Gentest auf Östrogenstoffwechsel (z. B. CYP1A1, COMT) kann Hinweise geben, aber die Effekte sind klein und nicht ausreichend für eine eigenständige Therapie. Vorsicht vor überzogenen Behauptungen: Kein Test oder Supplement ersetzt eine klinische Diagnostik.
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