Ferritin ist das zentrale Speicherprotein für Eisen im Körper. Für die Darmgesundheit spielt es eine indirekte, aber wichtige Rolle: Eisen ist essenziell für die Proliferation und Funktion der Darmschleimhautzellen sowie für ein gesundes Mikrobiom. Ein zu niedriger Ferritinspiegel (Eisenmangel) kann zu einer gestörten Darmbarriere, vermehrter Entzündungsneigung und Dysbiose führen. Umgekehrt kann ein zu hoher Ferritinwert auf Eisenüberladung oder chronische Entzündung hinweisen – beides schädigt die Darmflora und begünstigt pathogene Keime. Allerdings ist Ferritin selbst kein direkter Akteur im Darm, sondern ein Biomarker. Die Evidenz stammt vor allem aus Humanstudien zu Eisenstatus und Darmerkrankungen (z. B. Zöliakie, Reizdarm, CED). Wichtig: Ferritin ist auch ein Akute-Phase-Protein; erhöhte Werte bei Entzündung können irreführend sein. Eine individuelle Interpretation sollte immer im klinischen Kontext erfolgen. Direkte genetische Tests auf Ferritin sind nicht sinnvoll – die Regulation ist komplex und umweltabhängig.
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