Magnesium wird oft als ‚Anti-Müdigkeits-Mineral‘ beworben, doch die wissenschaftliche Evidenz ist differenziert. Magnesium ist essenziell für die ATP-Synthese, die Muskel- und Nervenfunktion sowie den Energiestoffwechsel. Ein Mangel kann tatsächlich zu Müdigkeit, Muskelschwäche und Leistungseinbußen führen. Allerdings zeigen randomisierte kontrollierte Studien nur bei Personen mit nachgewiesenem Magnesiummangel eine signifikante Verbesserung der Fatigue. Bei Menschen mit normalen Serum-Magnesiumspiegeln ist der Effekt meist gering oder nicht nachweisbar. Die MyBody-X-Tests können keine Magnesiumspiegel messen, sondern nur genetische Varianten, die die Magnesiumhomöostase beeinflussen (z. B. TRPM6). Diese Marker haben einen kleinen Effekt und sind nicht für die Diagnose eines Mangels geeignet. Ein routinemäßiges Magnesium-Supplement ohne Mangel ist nicht evidenzbasiert und kann bei hohen Dosen Durchfälle oder Wechselwirkungen mit Medikamenten verursachen. Für eine valide Beurteilung sind Blut- oder Vollbluttests erforderlich. Fazit: Magnesium kann bei Fatigue helfen, wenn ein Mangel vorliegt. Ohne Mangel ist der Nutzen fraglich. Die DNA-Informationen sind ergänzend, nicht diagnostisch.
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